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Moot-Courts


Schon seit vielen Jahren entsendet die Juristische Fakultät  studentische Teams zu internationalrechtlichen Moot Courts, regelmäßig zur Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition und erstmalig im Jahr 2008 zum Manfred Lachs Space Law Moot Court. Auf hohem wissenschaftlichem Niveau kämpfen mehrere hundert Universitäten aus mehr als 80 Ländern um den Lorbeer, in einer völkerrechtlichen Streitigkeit als bestes Team für dessen Partei eingetreten zu sein, die stichhaltigsten Argumente geliefert, dem Vortrag der gegnerischen Partei messerscharf gekontert und auf die Fragen der Richter höflich aber bestimmt reagiert zu haben. Seinen Teilnehmern bietet der Moot Court eine der sonst so seltenen Möglichkeiten, schon während des Studiums zu trainieren, im Team und nicht als Einzelkämpfer juristisches Wissen anzuwenden. Die sechsmonatige Vorbereitungszeit wird zum kostenfreien Intensivkurs in Rhetorik und Argumentationskunst mit fachspezifischer Fremdsprachenausbildung inklusive; denn der gesamte Wettbewerb findet auf Englisch statt. Im April 2008 hat das Augsburger Team bei der europäischen Ausscheidung des internationalen juristischen Wettbewerbs "Manfred Lachs Space Law Moot Court" den ersten Platz belegt und am besten einen fiktiven Sachverhalt des Weltraumrechts für eine Verhandlung vor dem Internationalen Gerichtshof vorbereitet. Das gute Abschneiden des Augsburger Teams ist ein großer Prestigegewinn für die Juristische Fakultät.

Natürlich muss sich der fertige Jurist auch zu Hause vor den Schranken der Gerichte behaupten können. Daher werden auch Moot Courts im forensisch besonders anspruchsvollen Strafprozess angeboten. Gemeinsam mit renommierten Praktikern aus Anwaltschaft und der Justiz können spielerisch Interaktion, Verhandlungsleitung und Überzeugungsfertigkeiten erprobt werden. Exkursionen zum Bundesverfassungsgericht, zum Bundesgerichtshof und zur Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe intensivieren die Einblicke in den juristischen Alltag.