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Prof. Dr. Arnd Koch


Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Risiko- und Präventionsstrafrecht sowie Juristische Zeitgeschichte


Aktuelles aus der Forschung


2017

15.2.2017 | Ausstellungskatalog "Mit dem Schwert oder festem Glauben". Luther und die Hexen

Bis Ende 2018 präsentiert das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber eine große Sonderausstellung zu den frühneuzeitlichen Hexereiverfolgungen und, anknüpfend an das "Lutherjahr", zur Position Martin Luthers zum Hexenwahn. Der begleitende Ausstellungskatalog enthält den gemeinsam mit Dr. Verena Dorn-Haag verfassten Aufsatz "Juristische Kritik an den Hexenverfolgungen".

Luther und die Hexen



2016

20.12.2016 | The Formation and Transmission of Western Legal Culture. 150 Books that made the Law in the Age of Printing

Der Sammelband stellt 150 juristische Bücher vor, die das Rechtsdenken in Westeuropa und Nordmerika zwischen dem 15. und frühen 20. Jahrhundert entscheidend prägten. Das bibliophil gestaltete Werk enthält den Beitrag: "Lehrbuch des gemeinen in Deutschland gültigen peinlichen Rechts, Paul Johann Anselm Feuerbach".



Western Legal Culture


17.12.2016 | CDSV-Logo


Vortrag auf der Würzburger Tagung des Chinesisch-Deutschen Strafrechtslehrerverbandes: "Die verschiedenen Prozessmodelle im historischen Vergleich der Entwicklung in Deutschland

Das chinesische Strafprozessrecht befindet sich in einem tiefgreifenden Reformprozess. Die chinesische Rechtswissenschaft richtet ihren Blick zunehmend nach Deutschland und auf das kontinentaleuropäische Verfahrensmodell. Unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bernd Schünemann diskutierten führende chinesische Wissenschaftler mit ihren deutschen Kollegen über grundsätzliche Fragen des Strafprozessrechts.



14.9.2016 | Vortrag auf dem 41. Deutschen Rechtshistorikertag: „NS-Verbrechen im Urteil des Volkes. Das bayerische Schwurgericht der Nachkriegszeit“

Der auf dem 41. Deutschen Rechtshistorikertag in Saarbrücken gehaltene Vortrag widmete sich einem weitgehend unbekannten Kapitel der Juristischen Zeitgeschichte: Das traditionelle Schwurgericht, in dem zwölf Laien über die Schuld des Ange­klagten ent­scheiden, erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern eine kurzzeitige Renaissance. Allein im baye­ri­schen Schwurgericht der Nachkriegszeit urteilte „das Volk“ über Verbrechen der Nationalsozialisten. Es konnte auf Grundlage umfassender Archivrecherchen gezeigt werden, dass Schwurgerichte bei NS-Verbrechen – entgegen den Erwartungen der Schwurgerichtsanhänger – zu milderen Urteilen als Berufsrichter gelangten.

Rechtshistorikertag Saarbrücken


August 2016 | Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Band 3

In der 2. Aufl. des soeben erschienenen dritten Bandes des Handwörterbuchs zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG) wurden folgende Lemmata bearbeitet: Konkurrenzen, Lynchjustiz, Notstand. Das HRG zählt zu den Standardwerken fast aller historisch arbeitenden Institute, Bibliotheken und Archive. Das Werk präsentiert weitgehend die Summe des Wissens über die Geschichte des Rechts.

HRG 3. Band


7.-10 Juli 2016 | Deutsch-ungarisches straf­rechts­historisches Seminar in Rothenburg ob der Tauber

Das traditionsreiche deutsch-ungarische straf­rechts­historische Seminar wird seit 16 Jahren gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Staats- und Rechtsgeschichte der Eötvös Loránd Universität Budapest ausgerichtet. Die Veranstaltung wird von ungarischer Seite aus geleitet vom Rektor der Eötvös Loránd Universität, Herrn Prof. Dr. Barna Mezey. Mitbegründer war Herr Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Günter Jerouschek (Jena), der die Seminarleitung 2015 an Prof. Dr. Arnd Koch übergab. Das Generalthema der diesjährigen Veranstaltung, die großzügige Unterstützung durch das Mittelalterliche Kriminalmuseum erfuhr, lautete Strafrechts­kodifikationen in Ungarn und Deutschland.

Seminar Rothenburg


März 2016 | Koch/Löhnig (Hrsg.), Die Schule Franz von Liszts

Franz von Liszt (1851–1919) entfachte mit seinem kriminalpolitischen Programm eine europaweite Diskussion über den Zweck des Strafens und die angemessenen Mittel effektiver Kriminalitäts­bekämpfung. Das von ihm begründete Kriminalistische Seminar entwickelte sich zu einem internationalen Anziehungspunkt für aufstrebende Wissenschaftler unterschiedlicher Couleur, die in den nachfolgenden Jahrzehnten als sogenannte von Liszt-Schule die strafrechtliche Diskussion nachhaltig prägten. Im Werk seiner Schüler spiegeln sich die freiheitlichen und totalitären Potentiale des Lisztschen Reformprogramms wider. Der auf eine Augsburger Tagung zurückgehende Band enthält Aufsätze von Wolfgang Frisch, Johannes Kaspar, Arnd Koch, Michael Kubiciel, Martin Löhnig, Michael Pawlik, Franz Streng, Carl-Friedrich Stuckenberg, Richard F. Wetzell und Benno Zabel.

Die Schule Franz von Liszts