Prof. Dr. Phillip Hellwege
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Rechtsgeschichte
Forschungsprofil
Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls sind das deutsche Bürgerliche Recht, die historische Rechtsvergleichung, hier seit neuestem die Geschichte des Wirtschaftsrecht, die Rechtsvergleichung und das Europäische Privatrecht.
Deutsches Bürgerliches Recht
Im deutschen Bürgerlichen Recht standen bisher vor allem Fragestellungen aus den ersten beiden Büchern des BGB im Zentrum der Forschung des Lehrstuhls. So hat Phillip Hellwege zum AGB-Recht, zu den verschiedenen Rückabwicklungsregeln des BGB, zum Leistungsstörungsrecht, zum Kaufrecht und zur allgemeinen Rechtsgeschäftslehre veröffentlicht.
Historische Rechtsvergleichung und Rechtsvergleichung
Daneben werden Fragen des allgemeinen Teils, des Schuldrechts, aber auch des Sachenrechts aus vergleichender und historisch-vergleichender Perspektive beleuchtet. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem englischen und dem schottischen Recht. In wissenschaftlichen Vorträgen hat sich Phillip Hellwege darüber hinaus mit methodischen Fragen der Rechtsvergleichung beschäftigt.
Geschichte des Wirtschaftsrechts
Die Geschichte des Wirtschaftsrechts spielte in der rechtshistorischen Forschung bisher eine nur untergeordnete Rolle. Erst in jüngerer Zeit ist sich die Forschung dieser Lücke bewußt geworden. Ausgehend von seiner Monographie zur Geschichte des AGB-Rechts hat sich Phillip Hellwege der historisch-vergleichenden Aufarbeitung des Versicherungsrechts zugewandt.
Europäisches Privatrecht
Schließlich steht das Europäische Privatrecht im Blick der Forschung des Lehrstuhls. So hat Phillip Hellwege Beiträge zu dem von Reinhard Zimmermann, Jürgen Basedow und Klaus J. Hopt herausgegebenen Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts verfaßt. Es erschien 2009 bei Mohr Siebeck. Zur Zeit ist eine englische Bearbeitung in Vorbereitung, die bei Oxford University Press erscheinen wird. Zudem ist Phillip Hellwege Mitglied in einer von Stefan Vogenauer (Oxford University) und Gerhard Dannemann (Humboldt-Universität Berlin) initiierten deutsch-englischen Forschergruppe, die ausgewählte Materien des Draft Common Frame of Reference kritisch beleuchtet. Phillip Hellwege bearbeitet dabei zusammen mit Lucinda Miller (University College London) das AGB-Recht.

