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Die Juristische Fakultät wurde 1971 errichtet. Sie ist eine staatliche Neugründung. Namen wie Conrad Peutinger oder Christoph Friedrich Weng und Begriffe wie "Carolina" oder "Augsburger Akzept" verweisen allerdings darauf, dass die Gründung auf historischem "Rechtsboden" erfolgt ist, dem einst überregionale Bedeutung zukam.

Neue Wege auf historischem Rechtsboden

Die Gründung im Jahre 1971 berief sich nicht auf Traditionen, sie stand vielmehr im Zeichen des Anspruchs, als erste deutsche Rechtsfakultät das Reformmodell der so genannten einstufigen Juristenausbildung zu erproben: Dieses Modell sah die Integration der Praxiselemente aus der zweijährigen Referendariatsphase in das Studium selbst vor. Die Studienzeiten, die zunächst mit diesem Modell in Augsburg bis zum – nicht mehr zweigeteilten – Staatsexamen erreicht wurden, waren konkurrenzlos kurz, die Examensergebnisse ausgezeichnet. Dennoch konnten sich die maßgeblichen politischen Instanzen in den 1980er Jahren nicht dazu entschließen, das Modell beizubehalten und es bundesweit einzuführen. Seit 1984 erfolgt deshalb auch in Augsburg die klassische Juristenausbildung wieder nach dem traditionellen zweistufigen Modell.

Ausgezeichnet für sehr kurze Studienzeiten

Heute ist die Augsburger Jura-Fakultät unter den Spitzenreitern, wenn es um ein zügiges Studium geht. Nachdem sie vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als Rechtsfakultät mit den kürzesten Studienzeiten ausgezeichnet worden war, bestätigte auch die letzte einschlägige Studie des Wissenschaftsrates vom Oktober 2005 dem Augsburger Studiengang Rechtswissenschaft die bundesweit kürzeste Studiendauer.

Enger Bezug zur Praxis

Schon immer liegt eine große Stärke der Fakultät in einem ausgeprägten Praxisbezug ihrer Lehre. Das zeigt unter anderem die große Zahl von Honorarprofessuren und Lehrbeauftragten, die das Lehrangebot ergänzen und bereichern. Kooperationsvereinbarungen mit der Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Bezirk München und dem Augsburger Anwaltverein binden die Anwaltschaft stark in die universitäre Ausbildung ein. Im Gegenzug bietet die Juristische Fakultät ihren Alumni und den Anwälten in der Region Fortbildungsveranstaltungen an und leistet so einen Beitrag zur Qualitätssicherung anwaltlicher Leistungen.