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Forschungsstelle für US-amerikanisches Recht - AREA


Die Forschungsstelle für US-amerikanisches Recht AREA (Augsburg Research Centre of European and American Law) ist ein Zentrum für die Zusammenarbeit amerikanischer und deutscher Wissenschaftler im juristischen Kontext. Vor allem im Bereich der Rechtsdurchsetzung ist das US-amerikanische Recht dem deutschen oder nationalen Recht voraus. Stichwörter wie punitive damages und deep pocket doctrine sind im US-amerikanischen Rechtssystem Alltag und gewährleisten, dass das gesetzte Recht beachtet wird. Auch class actions (Gruppenklagen) sind im US-amerikanischen Recht ein bewährtes Instrument zum kollektiven Rechtsschutz und zur effektiven Rechtsdurchsetzung. Dieses Mittel blickt in Deutschland und Europa erst auf eine jüngere Geschichte zurück.

Die Forschungseinrichtung bietet eine Plattform, die die Rechtsvergleichung gerade im Hinblick auf die Rechtsdurchsetzung Deutschland und den USA in den Fokus rücken lässt. Neben der dogmatisch fundierten Forschung durch anerkannte in Professoren soll vor allem auch der juristische Nachwuchs gefördert werden. Neben Dissertationsbetreuungen und Forschungs-aufenthalten für Doktoranden (im Rahmen eines visiting scholars) bietet unter anderem das bereits bestehende Augsburger Summer Program die Möglichkeit, die Forschungsergebnisse direkt an die Studenten als künftige „Rechtsanwender und -durchsetzer“ weiter zu vermitteln.

Der aktuelle VW-Skandal zeigt deutlich, wie verwoben unsere Märkte sind. Die Globalisierung stellt die Herausforderung an die juristische Wissenschaft, dass trotz teilweise erheblicher Unterschiede in den verschiedenen Rechtssystemen darauf zu achten ist, dass Kunden ein und desselben Unternehmens nicht dadurch benachteiligt werden, dass sie einer anderen Rechtsordnung unterliegen, die weniger effektive Rechtsdurchsetzungsmechanismen zur Verfügung stellt