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8. Augsburger Forum für Medizinprodukterecht


Am 13. September 2012 veranstaltete die Forschungsstelle für Medizinprodukterecht (FMPR) ihre jährliche Fachtagung.
Am 13. September 2012 veranstaltete die Forschungsstelle für Medizinprodukterecht (FMPR) ihre jährliche Fachtagung. Rund 140 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem Ausland kamen hierfür zu einer der größten Veranstaltungen der letzten Jahre an die Fakultät um sich mit dem Thema „Software als Medizinprodukt – IT vs. Medizintechnik?“ zu beschäftigen. Dabei ging es diesmal um die Integration von IT-Infrastruktur und Medizintechnik im Krankenhaus und damit zusammenhängende Fragen. Insgesamt herrscht in der Praxis noch große Unsicherheit über die rechtlichen und regulatorischen Vorgaben für die Integration von Medizintechnik und IT. Vor diesem Hintergrund wollte die von Professor Dr. Ulrich M. Gassner organisierte Tagung eine Plattform für den interdisziplinären Diskurs zwischen Herstellern, Betreibern und Experten bieten. In einem umfangreichen Vortragsprogramm beleuchteten neun Referenten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So gab Dipl.-Ing. Armin Gärtner (Ingenieurbüro für Medizintechnik, Erkrath) eine Einführung in die Grundprobleme. Michael Passow, M.Sc. (Sana-Medizintechnisches Servicezentrum GmbH, Stuttgart) referierte aus der Sicht der Betreiber von Medizinprodukten, während Regina Geierhofer (Siemens Health Services, Erlangen) dem die Herstellerperspektive gegenüberstellte. Nach der Mittagspause, die – wie die Diskussionsrunden auch – zum intensiven fachlichen Austausch unter den Teilnehmern genutzt wurde, sprach sodann Rechtsanwalt Dr. Gunnar Sachs (Clifford Chance, Düsseldorf) über „Software in Systemen und Behandlungseinheiten“. Anschließend erläuterte Rechtsanwalt Arne Thiermann, LL.M. (LSE) (Hogan Lovells, München) den „Modulbegriff der MEDDEV 2.1/6“ und Rechtsanwalt Dr. Mathias Klümper (Lützler Klümper Wachenhausen, Hamburg) referierte über „Rechtliche Rahmenbedingungen für Gesundheits-Apps“. Im dritten und letzten Themenblock ging es schließlich um die Vernetzung von Grundlagen und Praxis. Dabei widmete sich Dipl.-Ing. Peter Knipp (qcmed GmbH, Aachen) in seinem Vortrag unter dem Schlagwort „DIN EN 80001-1“ dem Risikomanagement von Medizinprodukten in IT-Netzen. Ministerialrat Helmut Eiermann (Der Landesbeauftrage für den Datenschutz Reinland-Pfalz, Mainz) erläuterte unter dem Titel „Orientierungshilfe KIS“ sogenannte Krankenhausinformationssysteme. Als letzter Praktiker sprach schließlich Jochen Kaiser (Universitätsklinikum Erlangen) über „Effizientes und effektives Risikomanagement bei der Vernetzung von Medizinprodukten im Krankenhaus“.

Meldung vom 14.09.2012