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Gespräch am 1.2.2012


Dr. Klaus Weber (Mitglied der Geschäftsleitung des Verlages C.H.Beck (Juristisches Lektorat) sowie Lehrbeauftragter der Juristischen Fakultät Augsburg):

Juristische Literatur und Urheberrecht

Alle Juristen schreiben und viele Juristen publizieren, aber erstaunlich wenige Juristen machen sich Gedanken über das Urheberrecht. Das beginnt bereits mit der Frage, inwieweit Kommentare, Handbücher und Lehrbücher überhaupt Urheberrechtsschutz genießen. Kompliziert wird es bei den gerade bei den Juristen beliebten Vielautorenwerken. Welche Rechte erwirbt eigentlich der einzelne Autor am Gesamtwerk und was können die vielen pünktlichen Autoren, die vergeblich auf die Veröffentlichung warten, gegen den letzten säumigen Verfasser machen? Kompliziert wird es, wenn Hilfskräfte mitarbeiten, Assistenten am Lehrstuhl oder der Junganwalt, der den erfahrenen schreibenden Partner in der Kanzlei unterstützt. Welche Rechte erwirbt dieser heimliche Mitautor und wie kann man durch vernünftige Regelungen vorprogrammiereten Ärger vermeiden? Wo endet das beliebte Zitat und wo beginnt das vielgeschmähte Plagiat?