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Gespräch am 11.06.2014


Notar Dr. Robert Walz (München):

Angloamerikanische Vertragsgestaltung und deutsches Recht

Mehr und mehr Verträge, die deutschem Recht unterliegen, werden in
englischer Sprache vereinbart. Damit halten Gestaltungselemente in die
Verträge Einzug, die aus der angloamerikanischen Vertragsgestaltung (die
auf ganz anderen rechtlichen Prämissen beruht!) entstammen. Das macht
die Verträge nicht immer besser. Man kann von den Angelsachsen aber auch
lernen: Weil das angloamerikanische Recht praktisch nur die
Wortlautauslegung kennt, erläutert etwa die angloamerikanische
juristische Literatur jede einzelne Vertragsformulierung besonders
detailgenau, man ist sich der Zweideutigkeiten der Sprache sehr bewusst