Erfahrungsberichte unserer Absolventen
"Für den Studiengang Rechts- und Wirtschaftswissenschaften hatte ich mich ursprünglich aus praktischen Gründen entschlossen: eine herkömmlich juristische Karriere kam für mich nicht infrage, zudem wollte ich die zwei Referendariats-Jahre eher in Zusatzqualifikationen investieren.
Als besonders positiv empfand ich die große Breite des Unterrichtsstoffes im Grundstudium bei der gleichzeitigen Möglichkeit, sich im Hauptstudium zu spezialisieren: so qualifizierte ich mich sowohl für eine fachliche universitäre Spezialisierung als auch für eine eher generalistische Berufstätigkeit. Auch der hohe Praxisbezug und die Wirtschafts-Kooperationen zahlten sich aus: schon während des Studiums konnte ich neben einer dreijährigen Anstellung als Werksstudentin im Bereich Recht/Vertrags- und Qualitätsmanagement durch ein Praktikum Einblicke in juristische Tätigkeit sammeln.
Letztlich profitiere ich auch von der Unterstützung der Fremdsprachenförderung (im Studiengang, aber auch fachspezifische Ausbildungen) sowie der Möglichkeit, ein Auslandsstudium in die deutsche Leistungserbringung einzubeziehen. Zum Ende des Hauptstudiums verbrachte ich 9 Monate in Dayton/Ohio, um dort – neben dem Verfassen meiner Diplomarbeit – einen General Management-MBA abzulegen. Nach Studienabschluss im August 2006 begann ich eine Dissertation im internationalen Kapitalmarktrecht, die ich im Dezember 2007 abschloss.
Meinen Berufseinstieg habe ich – übrigens motiviert durch eine Veranstaltung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät – schon früh in der Unternehmensberatung geplant. Seit Anfang 2008 bin ich für eine internationale Strategieberatung im Banking/Insurance-Sektor tätig. Gerne stehe ich euch für Fragen zum Berufseinstieg ins Consulting zur Verfügung."
(V.Fischer, Jahrgang 2002)
"Ich habe im Oktober 2002 mein Studium begonnen und war sehr zufrieden mit der Umsetzung des Studienprogrammes, auch wenn anfangs doch noch einiges drunter und drüber ging – kein Wunder im ersten Jahrgang! Nach dem vierten Semester habe ich die Gelegenheit ergriffen, über das an der Universität angebotene Austauschprogramm (Erasmus) für zwei Semester in England zu studieren, wo ich Menschen der unterschiedlichsten Nationen und ein doch ganz anderes Studiensystem kennenlernen durfte. Diese Zeit hat mich sehr geprägt.
Im Hauptstudium habe ich dann den Schwerpunkt Steuern- und Rechnungswesen gewählt, da ich schon im Grundstudium meine Vorliebe für diesen Bereich entdeckt hatte. Die Veranstaltungen, die z.T. in sehr kleinen Gruppen und von Praktikern abgehalten wurden, ließen keinen Praxisbezug mangeln.
Mein erstes Praktikum (3,5 Monate), direkt im Anschluss an meinen Auslandsaufenthalt, habe ich im Controlling einer kleinen Unternehmensberatung absolviert, was mir persönlich jedoch nicht so gefallen hat. Dafür war mein zweites Praktikum bei Ernst & Young München in der Transaction Tax Abteilung (3 Monate) umso interessanter und anspruchsvoller. Neben dem Hauptstudium war ich zudem als Werkstudentin bei Sonntag & Partner, einer Steuerberatungsgesellschaft in Augsburg, tätig. Bei diesen beiden Firmen konnte ich das bereits im Studium erlernte Wissen sehr gut anwenden und auch praktisches fachliches Wissen dazu gewinnen, das mir im weiteren Verlauf des Studiums sehr hilfreich war. Darüber hinaus habe ich dort Kontakte knüpfen können die mir bei meinem Einstieg ins Berufsleben sehr von Nutzen waren.
Da ich unbedingt nochmals Auslandserfahrung sammeln wollte – der internationale Aspekt reizt mich doch sehr - habe ich direkt nach der Diplomarbeit (Lehrstuhl Heinhold, Die Zinsschranke im Vergleich zur US-amerikanischen Earnings Stripping Rule) ein Auslandspraktikum bei Ernst & Young in Chicago gemacht, wo ich zudem noch einen neuen Bereich, das Marketing, kennenlernen durfte. Diese sechs Monate waren eine wunderschöne Zeit für mich, in der ich wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, in beruflicher und persönlicher Hinsicht, und die zudem meinem Studium einen runden Abschluss verlieh.
Seit Mai 2008 bin ich nun berufstätig – und ich bin Ernst & Young treu geblieben. Ich unterstütze die Abteilung International Tax Services in München, wo ich meine Vorlieben, die Internationalität sowie das Steuerrecht, optimal verbinden kann.
Während meiner beruflichen Tätigkeiten bin ich durchweg auf positive Reaktionen auf unseren Studiengang gestoßen. Die Kombination von Recht und Wirtschaft wird vor allem im Bereich des Steuerrechts und des Rechnungswesen als sehr geglückt angesehen, was ich nur bestätigen kann, da ein gewisses buchhalterisches Wissen z.B. unumgänglich für das Steuerrecht ist und es auch enorme Vorteile birgt eine fundierten juristische Ausbildung genossen zu haben.
Insgesamt würde ich sofort wieder Rechts und Wirtschaftswissenschaften studieren – denn nicht nur das Studium selbst hat mir sehr gefallen, sondern auch das studentische Leben an der Uni Augsburg."
(S. Guter, Jahrgang 2002)
"Als ich im Oktober 2002 im ersten Jahrgang das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften begann, wusste ich noch nicht wie der neue Studiengang in der Wirtschaft ankommen wird. In Bewerbungsverfahren für Praktika nach dem Vordiplom, konnten sich viele in der Praxis unter ‚Wirtschaftsjura’ nicht viel vorstellen und wussten nicht, was Wirtschaftsjura eigentlich ist. Während der Tätigkeiten wurde aber schnell deutlich, dass das Studium viel brauchbares Wissen vermittelt, besonders in den Schwerpunktbereichen.
Nach dem Vordiplom studierte ich zwei Semester im Rahmen des Erasmusprogramms an der finnischen Universität Jyväskylä. Auch wenn man an einer ausländischen Universität oftmals fachlich nicht an die deutschen Studieninhalte anknüpfen kann, so hat mir persönlich die Zeit im Ausland sehr viel gebracht und war eine absolute Bereichung für mich.
Schon während der Anfertigung der Diplomarbeit zum Thema ‚Besteuerung von Aktienoptionen bei internationaler Mitarbeitenentsendung’ im Sommersemester 2007 fing ich an mich bei den großen WP-/StB-Gesellschaften in der Steuerberatung zu bewerben. Die Termine für Vorstellungsgespräche und dann auch Jobangebote kamen sehr schnell. Meine Gesprächspartner in den Vorstellungsgesprächen waren neben der Kombination aus fundiertem wirtschaftlichen Basiswissen und juristischen Kenntnissen insbesondere von der Spezialisierung und dem praxisbezogenen Studienkonzept begeistert.
Das Studium, vor allem der Studienschwerpunkt Steuern und Rechtswesen, hat mich sehr gut auf meine jetzige Tätigkeit in der Steuerberatung vorbereitet. Ich denke, der Einstieg fiel mir leichter als anderen, die während des Studiums nicht in den Genuss von Vorlesungen durch Lehrbeauftragte und Honorarprofessoren aus der Praxis oder projektbezogenen Gruppenarbeiten kamen.
Im Rückblick kann ich sagen, dass mir das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Augsburg den Weg für eine erfolgreiche berufliche Zukunft in der Steuerberatung ebnet. Ich erinnere ich mich sehr gerne an das Studium zurück - sicherlich nicht nur wegen der gemeinsamen Grillfeste und Weihnachtsfeiern mit den Kommilitonen."
(E. Handwerker, Jahrgang 2002)
"„Wir sind nicht ohne Grund pink.“ Das war der Satz von Herrn Ulrich H. Wolff, Partner im Bereich Corporate/M&A, der mich wohl dazu bewegt hat, mein Berufsleben im Frankfurter Büro von Linklaters zu beginnen. Pink als Firmenfarbe für eine Anwaltssozietät erschien mir auf den ersten Blick skurril. Doch dann wurde mir das Konzept klar: Linklaters bringt nicht nur Farbe in die angestaubt-graue, seriös-schwarze Rechtsberatungslandschaft, sondern setzt zudem ein klares Zeichen. Linklaters versteht sich weniger als Kanzlei sondern als Full-Service-Unternehmen. In diesem Zusammenhang steht Pink beispielsweise für Innovationsbereitschaft und Offenheit für neue Ideen. Diese Firmenphilosophie kommt ohne Zweifel gerade uns Diplom-Wirtschaftsjuristen zugute, da wir im Allgemeinen oft noch gegen Vorurteile und Ressentiments der Volljuristen zu kämpfen haben.
So erlebte auch ich während meines Bewerbungsprozesses, der hauptsächlich auf namhafte Großkanzleien abzielte, die unterschiedlichsten Reaktionen auf meine Bewerbung als „Nicht-Volljurist“. Da mich aber schon während des Studiums der juristische Ausbildungsteil deutlich stärker begeisterte als der wirtschaftliche Bereich, ließ ich mich von meinem Ziel nicht abbringen, meine berufliche Zukunft in einer Anwaltskanzlei zu suchen. Anders als viele Partner großer Sozietäten kündigte mir Herr Wolff während meines Vorstellungsgesprächs nicht an, dass ich als Diplom-Wirtschaftsjurist bei Linklaters stets auf der „zweiten Ebene“ arbeiten würde. Vielmehr überzeugte er mich durch seine offene und flexible Haltung gegenüber dem neuen Studienkonzept. Zwar muss erwähnt werden, dass auch bei Linklaters bisher nur einem zugelassenen Rechtsanwalt der Weg zur Partnerschaft offen steht und sich die neue Berufsgruppe neben den Volljuristen noch etablieren muss, aber kein Diplom-Wirtschaftsjurist hätte wohl den Studiengang gewählt, wenn er/sie immer nur den leichtesten Weg gehen wollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Großkanzleien steht ein Absolvent des Studiengangs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bei Linklaters einem First Year Associate meist in nichts nach.
Derzeit beginnt ein Diplom-Wirtschaftsjurist seine berufliche Laufbahn bei Linklaters als sogenannter Transaction Lawyer. Die Bezeichnung geht auf die noch junge Transaction Group zurück. Generell ist die Arbeit in einer Großkanzlei insbesondere im Bereich M&A sehr projektbezogen und nicht mit dem Tagesgeschäft kleinerer Sozietäten vergleichbar. Oft beträgt der Zeitraum zwischen Mandatierung und Abschluss des Deals mehrere Monate und zur Abwicklung der Transaktion werden Büros aus mehreren Ländern eingebunden. In der Transaction Group koordinieren sowohl Voll- als auch Diplomjuristen Teilbereiche einer Transaktion, beispielsweise die Datenraumbetreuung, die Due Diligence und die Post-Signing Period oder übernehmen bestimmte Services innerhalb der Kanzlei, etwa die laufende gesellschaftsrechtliche Betreuung von Kapitalgesellschaften oder den Aufbau sogenannter Knowledge Centre. Die Entwicklung der Gruppe und die Definition ihrer Aufgabenbereiche sind noch nicht abgeschlossen und lassen weiterhin Raum für Flexibilität und Neues. Ebenso sind auch die persönlichen Entwicklungsstufen noch nicht abschließend festgelegt, was ich aber nicht als Nachteil sondern als Chance betrachte. Auch in diesem Bereich wurde mir von Herrn Wolff große Offenheit und Flexibilität signalisiert, beispielsweise bei einer späteren Promotion oder der Teilnahme an einem Master-Programm. Eine solche Zusatzqualifikation ist sicherlich hilfreich, um die Akzeptanz der Diplom-Wirtschaftsjuristen in der Rechtsberatungsbranche zu stärken.
Auch wenn der Augsburger Diplom-Studiengang gegenüber dem regulären Jurastudium den Vorteil einer schnelleren Ausbildung bietet und viele zusätzliche Inhalte und Praxiskenntnisse vermittelt, können bestimmte Beratungsleistungen derzeit nur von zugelassenen Anwälten erbracht werden. Als „Neulinge“ auf dem juristischen Arbeitsmarkt ist der/die Einzelne gefordert, sich schon während des Hauptstudiums auch innerhalb des gewählten Schwerpunkts auf eine Fachrichtung zu spezialisieren und so den zukünftigen Arbeitgeber von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen. So kann auch der Nachteil ausgeglichen werden, dass Diplom-Wirtschaftsjuristen ihr gesamtes juristisches Wissen nicht für das Staatsexamen repetieren und somit ihre Kenntnisse eventuell nicht so stark vernetzen. Den Vorteil der zweigleisigen Ausbildung haben viele Anwaltskanzleien mittlerweile erkannt und wir Diplom-Wirtschaftsjuristen werden uns auch in diesem Markt immer stärker etablieren. Da sich gerade in Großkanzleien die Arbeitsweise und Prozessabläufe gegenüber der „klassischen Sozietät“ verändert haben, werden unsere Fähigkeiten und Vorzüge gegenüber den Volljuristen schon vielfach geschätzt. Linklaters hat diese Entwicklung erkannt und bietet Absolventen des Diplomstudiengangs ein abwechslungsreiches, lehrreiches und spannendes Tätigkeitsfeld, das durch Kollegialität und Teamgeist hervorsticht. Für Diplom-Wirtschaftsjuristen sollte Pink daher nicht nur für die gleichnamige Sängerin, einen Telekommunikationsdienstleister oder die bekannte, amerikanische Plastikpuppe stehen, sondern auch für eine der größten Wirtschaftskanzleien weltweit."
(F. Kling, Jahrgang 2002 im Juni 2008)
"Die Entscheidung für einen Studiengang ist oft schwierig. Erst im Nachhinein stellt sich heraus, ob die Wahl die richtige war. Für mich persönlich kann ich dies mit einem überzeugten „Ja“ beantworten.
Die Kombination aus Jura und BWL, aber auch aus Praxis und Theorie ermöglicht ein Studium, bei dem man aus Inhalten vielseitiger benachbarter Interessensgebiete lernt. Zudem wird man eine vergleichbare Ausbildung in den heute so wichtigen Soft Skills, aber auch die Internationalität des Programms bei vielen anderen Studiengängen vergeblich suchen. So eröffnete sich mir beispielsweise die Gelegenheit eines Auslandssemesters in den U.S.A., das unproblematisch in den Studiengang zu integrieren war. Noch heute pflege ich die damals erworbenen Kontakte, die mir nun bei der Recherche für meine Promotion äußerst hilfreich sind. Gerade als erster Jahrgang hatten wir noch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, hatten aber auch die Möglichkeit, unsere eigenen Vorstellungen einzubringen. Verlangt sind Eigenständigkeit und dass man auch selbst die Initiative ergreift, dass man über den Tellerrand des Studiums hinausschaut.
Momentan bin ich noch als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Augsburg tätig. Berufliche Perspektiven sehe ich für mich vor allem in der Beraterbranche oder in Rechtsabteilungen von größeren Unternehmen. Ist das Ziel eine generalistische Tätigkeit im späteren Berufsleben, so bereitet ein Wirtschaftsjura-Studium meines Erachtens sehr gut auf die Arbeitswelt vor – nicht so sehr, weil man sich für einen Bereich spezialisiert, sondern weil man mit „mehreren Wassern gewaschen“ wird."
(D. Mederle; Jahrgang 2002)
"Nach meinem Studium zur Diplom-Finanzwirtin (FH) war für mich klar, dass Steuerrecht genau das ist, was ich auch weiterhin machen will…jedoch nicht im gehobenen Dienst beim Finanzamt. Deshalb kam für mich der in Augsburg neu eingeführte Studiengang „Diplom-Wirtschaftsjura“ wie gerufen. Hier konnte ich mich durch den Schwerpunkt „Steuern und Rechnungswesen“ viel besser und intensiver im Steuerrecht spezialisieren als es bei einem reinen Jura oder BWL-Studiengang möglich gewesen wäre. Von Beginn an arbeitete ich bei der Kanzlei Sonntag & Partner als Werkstudentin. Eine derartige Tätigkeit kann ich jedem empfehlen. Nicht nur, dass man dort bereits erste Kontakte knüpfen kann, auch hat es mir – neben dem positiven finanziellen Effekt – ermöglicht, theoretisches Wissen sogleich in die Praxis umzusetzen. Auslandserfahrung konnte ich aufgrund der Erasmus-Kooperation der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit der Universität Karlstad in Schweden sammeln. Nicht zuletzt wegen meiner mehrjährigen Tätigkeit bei Sonntag & Partner und deren positiven Erfahrungen mit Wirtschaftsjuristen begann ich noch während der Endphase des Studiums dort als Steuerjuristin in der Steuergestaltung. Allein zur Promotion bin ich nun an den Lehrstuhl für Steuerrecht, Finanzrecht und Öffentliches Recht von Prof. Dr. Englisch gewechselt. Daneben bereite ich mich momentan auf die diesjährige Steuerberaterprüfung vor. Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich sowohl von der Universität Augsburg aufgrund ihrer intensiven Betreuung als auch von dem Studiengang und seiner praxisnahen und vielseitigen Ausgestaltung mehr als überzeugt bin und mich für die unterschiedlichsten Berufsbilder bestens ausgebildet fühle."
(S. Pfahler, Jahrgang 2002, im Juni 2008)
"Das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften vermittelt interdisziplinäre Kenntnisse, die zunehmend an Bedeutung gewinnen und einen klaren Wettbewerbsvorteil im Berufsleben darstellen. Das umfangreiche Studienprogramm sorgt für eine derart umfangreiche Qualifikation im Bereich des Wirtschaftsrechts, wie es durch ein herkömmliches Studium der Rechst- oder Wirtschaftswissenschaften niemals möglich gewesen wäre.
Gleichzeitig führt die verhältnismäßig kurze Studiendauer dazu, dass sich die Ausbildung im Vergleich zum klassischen Jura-Studium um ca. 2 Jahre verkürzt und dieser Zeitvorteil einen früheren Einstieg ins Berufsleben ermöglicht und Zeit für weitere Qualifikationen lässt (z.B. MBA-Programme, Doktorandenstudiengänge, Steuerberaterprüfungen, etc.). Trotz der verkürzten Studiendauer schafft es der Studiengang, ein hohes akademisches Niveau zu wahren und die Praxisbezogenheit führt dazu, dass die Absolventen dieses Studiums gegenüber den Studenten des klassischen Jura-Studiums mehr Vor- als Nachteile erwarten werden. Allerdings erfordert das anspruchsvolle Studienprogramm einen starken Willen, Ehrgeiz und Disziplin. Meine Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass dies die Studenten untereinander verbindet und dazu führt, dass man sich gegenseitig unterstützt und motiviert. Auch wenn einem Absolventen des Studienganges auf absehbare Zeit die Tätigkeit als Anwalt verschlossen bleiben wird, so hat doch der hohe Grad der Ausbildung und das gezielte Auswahlverfahren dazu geführt, dass die Wirtschaftsjuristen aus Augsburg mittlerweile in der Wirtschaft und in Großkanzleien einen ausgezeichneten Ruf genießen. Wer also eine starke Affinität zu Wirtschaftsthemen aufweist und später gerne interdisziplinär denken und arbeiten möchte, wird mit diesem Studiengang die richtige Wahl treffen."
(B. Pregler, Jahrgang 2003, im Juni 2008)
"Im Wintersemester 2002/2003 habe ich gemeinsam mit dem ersten Jahrgang den damals neu eingeführten Studiengang Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Augsburg begonnen. Schon bei Beginn des Studiums war ein Auslandssemester mein Wunsch und nach dem 4. Semester entschied ich mich für ein Semester an der Macquarie University in Sydney. Von Seiten der Universität Augsburg habe ich im Rahmen des Auslandssemesters sowohl in Bezug auf die Fachsemesterbeurlaubung als auch die nachträglich mögliche Prüfungsanrechnung sehr gute Unterstützung erfahren. Mit der Rückkehr nach Augsburg zum 5. Semester bin ich ins Hauptstudium mit dem Schwerpunkt „Umweltschutz und Regulierung“ eingestiegen. Zusätzlich habe ich mich für die Mitarbeit am Lehrstuhl für Bank- und Kapitalmarktrecht bei Prof. Möllers entschieden und kann dies nur dringend weiter empfehlen: Eine Lehrstuhlmitarbeit bietet zusätzlich eine starke Bindung an das Universitätsleben.
Die zwei für mich entscheidenden Praktika habe ich erst im Hauptstudium absolviert: 2005 im Wirtschaftsreferat des Auswärtigen Amtes, Berlin und 2006 im Infrastructure and Finance Department der World Bank, Washington D.C. Beide Praktika habe ich jeweils in den Semesterferien für einen Zeitraum von 8-12 Wochen absolviert.
Mit meiner Diplomarbeit entschied ich mich für ein juristisches Thema aus meinem Studienschwerpunkt Umweltschutz und Regulierung: Die Untersuchung der „Produktions- und Herstellungsmethoden im Rahmen der WTO unter dem Aspekt des Umweltschutzes“. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Schmidt. Durch die im Vergleich mit anderen Universitäten sehr große Nähe von Professoren und Studenten verlief die Auswahl des betreuenden Professors überaus frei. In mehreren persönlichen Gesprächen mit verschiedenen Professoren unserer Fakultät konnte ich den idealen Betreuer für meine Arbeit finden. Die soeben genannte Nähe zwischen Lehrenden und Studenten war und ist ein für mich ausschlaggebender Vorteil der Universität Augsburg gegenüber größeren Universitäten.
Nach Abschluss meines Studiums im Sommer 2007 hatte ich die fantastische Möglichkeit über den Kontakt von Prof. Thömmes für ein fünfmonatiges Praktikum zu Deloitte Touche Tohmatsu nach New York City zu gehen. Dies war eine einmalige Erfahrung und ich hoffe, dass auch zukünftig viele Studenten von diesem Angebot profitieren werden.
Nach meiner Rückkehr aus New York City habe ich mich für den Einstieg in die strategische Unternehmensberatung entschieden. Seit März 2008 arbeite ich für Bain&Company in Zürich. Der Job hält täglich neue Herausforderungen bereit und bietet die spannende Möglichkeit, in sehr kurzer Zeit Einblick in eine Vielzahl von Industrien zu erhalten.
Rückblickend möchte ich sagen, dass ich mit dem Studium in Augsburg die absolut richtige Wahl getroffen habe. Die Zulassung von lediglich 50-60 Studenten pro Jahrgang schafft eine große Verbundenheit untereinander und viele meiner Mitstudenten sind über die letzten fünf Jahren zu sehr engen Freunden geworden. Fachlich gesehen fühle ich mich durch das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften überdurchschnittlich gut ausgebildet. Der Verlauf meiner Bewerbungsgespräche nach dem Studium und die Resonanz meiner Gesprächspartner haben diesen Eindruck nur bekräftigt.
Ich wünsche Euch, dass auch Ihr die richtige Wahl trefft und wünsche Euch für Euer Studium alles Gute und vor allem viel Spaß!"
(S.Roth, Jahrgang 2002, im Juni 2008)
"Im Oktober 2002 fiel es uns und einigen weiteren Studenten zu, als erster Jahrgang „Diplom-Wirtschaftsjura“ an der Universität Augsburg zu studieren.
Nach einem zweistufiges Auswahlverfahren lag die Studentenzahl bei ca. 50, was vor allem im Grundstudium im Vergleich zu Juristen und BWLern zum Teil kleine Vorlesungs- und Übungsgruppen ermöglichte. Dadurch konnten Inhalte spezifisch auf uns zugeschnitten und persönlicher vermittelt werden. Gleichwohl sind wir auch froh, einige Veranstaltungen gemeinsam mit Juristen und BWLern gehört und dadurch Kontakte zu Studierenden der beiden grundständigen Studiengänge geknüpft zu haben.
Die festgeschriebene Regelstudienzeit von 9 Semestern sorgt im Vergleich zu den Examensjuristen für relativ junge Absolventen. Jedoch spiegelt die Anzahl von ca. 50 zu bestehenden Klausuren gut wieder, dass diese Semester mit harter Arbeit und einigem Lernaufwand verbunden sind. Auslandssemester können dieses strenge Curriculum etwas auflockern.
Im Grundstudium kommt VWL neben den Studieninhalten aus Jura und BWL unseres Erachtens relativ kurz, so dass eine Orientierung in Richtung VWL im Hauptstudium schwer fällt.
Im Hauptstudium hat man durch mehr Freiheit in der Kursauswahl die Möglichkeit seine eigenen Präferenzen zu setzen. Die fachspezifischen Schwerpunkte dienen dabei als Orientierungsrahmen. Aufgrund ihrer Breite ist es den Studenten möglich ihre eigenen Ziele selbstständig zu verfolgen und sich je nach Interessengebiet auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Diese Breite führt dazu, dass die Studenten sehr unterschiedliche Wege gehen - als „Exoten“ des Schwerpunkts „Wirtschaftsregulierung und Schutz der Umwelt“ (bisher von nur ca. 15 Studenten gewählt) haben wir zum Beispiel im Vergleich zu den „Steuer-Schwerpunktlern“ in unserem Studium völlig andere Akzente gesetzt und andere Ausbildungsinhalte erfahren.
Vor dem Hintergrund unserer bisherigen praktischen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass auch die „kleinen“ Schwerpunkte Sinn machen und deren Absolventen vom Arbeitsmarkt durchaus gesucht werden. Dies haben uns nicht zuletzt auch unsere bisherige „Praktika“-Erahrungen u.a. im Deutschen Bundestag, in der AHK in Neu Delhi, bei der ITC ILO (Trainingscenter der Arbeitsorganisation der UN) und bei der Deutschen Bank AG gezeigt. Vor allem die Mischung aus Öffentlichem Recht und VWL, die unseren Schwerpunkt ausmacht , hat sich dabei als hilfreich erwiesen.
Grundsätzlich erscheint es uns dabei sinnvoll, Praktika erst ab einem gewissen Ausbildungsstand (nicht vor dem 5. Semester) und möglichst für längere Zeit (nicht unter 3 Monaten) zu absolvieren, da man so erst tatsächlich Einblicke in die Arbeitswelt erhält. Weitere „praktische“ Erfahrungen erhält man in den im Hauptstudium zu absolvierenden Fallstudien und Gruppenarbeiten. Diese werden von Praktikern angeboten und sind aus unserer Erfahrung nah an tatsächlichen Problemen aus der Arbeitswelt angelehnt.
In der Fremdsprachenausbildung hätten wir uns eine Öffnung der an der Jura-Fakultät für die klassischen Juristen angebotenen FFA Ausbildung oder der sprachlichen Zusatzausbildung an der WiWi-Fakultät für unseren Studiengang gewünscht. Außerdem sollte unserer Ansicht nach zumindest ein Auslandssemester verpflichtend eingeführt werden, um die Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen und die Internationalität des Studiengangs zu unterstreichen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass uns das Studium in Augsburg und unsere individuellen Ausgestaltung der Studienzeit (Schwerpunktwahl, Auslandssemester, Praktika) gut auf das Arbeitsleben vorbereitet hat."
(S. Eicke und. F. Schlotthauer, beide Jahrgang 2002)

