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"Preis für gute Lehre" an den Jura-Dozenten Stephan Christoph


"Die humorvollste und daher auch angenehmste Fallbesprechung" wurde ihm in den Evaluationen attestiert. Und er sei als "Lehrperson einzigartig", man freue sich auf seine Lehrveranstaltungen. Dieser Tenor prägt die studentischen Beurteilungen, die dem Augsburger Nachwuchsjuristen Stephan Christoph den diesjährigen "Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten Bayerns" eingebracht haben.

Dass Stephan Christoph unter den insgesamt 15 Dozentinnen und Dozenten aus allen bayerischen staatlichen Universitäten war, die diese mit jeweils 5000 Euro dotierte Auszeichnung gestern aus den Händen der bayerischen Wissenschaftsministerin entgegennahmen, liegt freilich keineswegs nur am Humor dieses noch am Anfang seiner wissenschaftlichen Karriere stehenden Mitarbeiters am Augsburger Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht (Prof. Dr. Johannes Kaspar).

Christophs umfangreiche Dissertation im Kontext eines bundesweiten Forschungsprojekts zur Kronzeugenregelung ist mittlerweile abgeschlossen und mit der Bestnote „summa cum laude“ bewertet worden. Er selbst absolviert momentan sein Rechtsreferendariat, ohne sich dadurch in seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit am Lehrstuhl von Professor Kaspar beeinträchtigen zu lassen. Letzterer hegt keine Zweifel daran, dass Christoph das Zeug dazu hat, sich nach Abschluss des Referendariats erfolgreich an der Juristischen Fakultät zu habilitieren.

Außergewöhnliches Engagement fürs juristische Fachfranzösisch

Und dies, obwohl – möchte man fast sagen – Christoph sich auch "in der Lehre in den vergangenen Jahren in besonderer, weit überobligatorischer Weise hervorgetan" hat. Das Gutachten, auf dessen Grundlage er für den Preis für gute Lehre vorgeschlagen wurde, hebt zum einen sein außergewöhnliches Engagement für die französische Fachsprachenausbildung an der Augsburger Jura-Fakultät hervor, das seinen Studierenden nicht nur hervorragende Lernerfolge ermöglicht hat, sondern - ganz im Sinne dieser Erfolge – auch z. B. eine Paris-Exkursion inklusive des Besuchs des Obersten Verwaltungsgerichts Frankreichs und der Teilnahme an einer dortigen Strafgerichtsverhandlung.

In Sachen Anschaulichkeit und Praxisbezug vorbildlich

Weiterhin habe Christoph sich bereits früh mit seinen weit über das Niveau hinausreichenden rechtswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen – u. a. zum Wirtschaftsstrafrecht oder zum Strafrecht für Fortgeschrittene – als herausragender Didakt profiliert. Unter den Proseminaren, die er angeboten hat, sei insbesondere dasjenige zum Thema Kriminalprävention hervorzuheben. Er habe hier "weit über das übliche Format eines Proseminars hinaus für Anschaulichkeit und Praxisbezug gesorgt", indem er Themen mit überwiegend lokalem Bezug vergeben habe und die Seminarvorträge der Studierenden durch Beiträge externer Experten habe begleiten lassen.

Bewährt auch dort, wo Schluss mit lustig ist

Gewissermaßen das "Tüpfelchen auf dem i" ist ein Klausurentraining fürs erste und dritte Semester, das Christoph selbst konzipiert und im Wintersemester 2016/17 erstmals angeboten hat – und dies von den Studierenden "reichlich genutzt und äußerst positiv bewertet".

Will heißen: Selbst wenn's um Klausuren geht und dementsprechend Schluss mit lustig ist, beweist Stephan Christoph diejenigen Qualitäten, die's braucht, um Träger des Preises für gute Lehre zu werden. Die Universität Augsburg gratuliert ihm herzlich zu dieser Auszeichnung.

Meldung vom 25.10.2018