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Forschungsstelle für US-amerikanisches Recht - AREA


Die Forschungsstelle für US-amerikanisches Recht AREA (Augsburg Research Centre of European and American Law) unter der Leitung von Professor Dr. Thomas M.J. Möllers ist ein Zentrum für die Zusammenarbeit amerikanischer und deutscher Wissenschaftler im juristischen Kontext. Vor allem im Bereich der Rechtsdurchsetzung ist das US-amerikanische Recht dem deutschen oder nationalen Recht voraus. Stichwörter wie punitive damages und deep pocket doctrine sind im US-amerikanischen Rechtssystem Alltag und gewährleisten, dass das gesetzte Recht beachtet wird. Auch class actions (Gruppenklagen) sind im US-amerikanischen Recht ein bewährtes Instrument zum kollektiven Rechtsschutz und zur effektiven Rechtsdurchsetzung. Dieses Mittel blickt in Deutschland und Europa erst auf eine jüngere Geschichte zurück.

Die Forschungseinrichtung bietet eine Plattform, die die Rechtsvergleichung gerade im Hinblick auf die Rechtsdurchsetzung Deutschland und den USA in den Fokus rücken lässt. Neben der dogmatisch fundierten Forschung durch anerkannte in Professoren soll vor allem auch der juristische Nachwuchs gefördert werden. Neben Dissertationsbetreuungen und Forschungs-aufenthalten für Doktoranden (im Rahmen eines visiting scholars) bietet unter anderem das bereits bestehende Augsburg Summer Program die Möglichkeit, die Forschungsergebnisse direkt an die Studenten als künftige „Rechtsanwender und -durchsetzer“ weiter zu vermitteln.

Der aktuelle VW-Skandal zeigt deutlich, wie verwoben unsere Märkte sind. Die Globalisierung stellt die Herausforderung an die juristische Wissenschaft, dass trotz teilweise erheblicher Unterschiede in den verschiedenen Rechtssystemen darauf zu achten ist, dass Kunden ein und desselben Unternehmens nicht dadurch benachteiligt werden, dass sie einer anderen Rechtsordnung unterliegen, die weniger effektive Rechtsdurchsetzungsmechanismen zur Verfügung stellt.

Aktuelle Meldungen:

7.7.2018

Vortrag von Professor Dr. Thomas M.J. Möllers bei der 18. Academy Conference der Bayerischen Amerika-Akademie (BAA) zusammen mit Professor Peter T. Wendel (Pepperdine School of Law)

Von 5. bis 7. Juli 2018 fand die 18. Academy Conference der Bayerischen Amerika-Akademie (BAA) im Amerikahaus in München statt. Sie stand unter dem Titel „The State of Human Rights – Historical Genealogies, Political Controversies, and Cultural Imaginaries. Professor Dr. Thomas M.J. Möllers hielt zusammen mit Professor Peter T. Wendel (Pepperdine School of Law) den Vortrag „A Comparative and Critical View of Civil Rights and Law in the US and Germany“. Sie erklärten, dass die Menschenrechte in Europa und den USA die gleichen Wurzeln und Ziele haben und doch ganz unterschiedlich ausgestaltet sind. In einer rechtsvergleichenden Analyse stellten sie fest, dass etwa die Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Freiheit des Eigentums in den USA extensiver interpretiert werden als das in Europa der Fall ist, während gerade in Deutschland der Fokus der Grundrechtslehre insbesondere auf dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz liegt, der versucht widerstreitende Interessen auszugleichen.

From 5th to 7th July, the Bavarian American Academy hosted its 18th Academy Conference in Munich. The conference was entitled ‘The State of Human Rights – Historical Genealogies, Political Controversies, and Cultural Imaginaries’. Professor Dr. Thomas M.J. Möllers and Professor Peter T. Wendel (Pepperdine School of Law) jointly held a speech concerning ‘A Comparative and Critical View of Civil Rights and Law in the US and Germany’. They explained that Human Rights in Europe and the US share the same roots and ideals, but are differently structured. Their comparative analysis concludes that freedom of speech, assembly and property are more extensively interpreted in the US. German Law, on the other hand, emphasizes the principle of proportionality, which aims to balance contradicting interests in the doctrine of fundamental rights.


5.7.2018

The Charlottesville Incident - A Human Rights Perspective from Dean Blake D. Morant (GW Law)

Am Donnerstag, den 5. Juli 2018, hielt Blake D. Morant, Dekan und Robert Kramer Forschungsprofessor der GW Law School einen Vortrag zu den Ausschreitungen in Charlottesville, die sich im August letzten Jahres ereignet haben. Dean Morant hat sich in seinem Vortrag mit dem Thema Menschenrechte und dem grundlegendem Recht auf Meinungsfreiheit im Rahmen der Gewalt in Charlottesville auseinandergesetzt.

Empfangen wurden Dean Blake D. Morant und Frau Joshi Shehernaz, die Direktorin des Internationalen Programms an der GW Law School, von Professor Dr. Thomas M.J. Möllers, Professor Dr. Matthias Rossi, Professor Dr. Thilo Rensmann, Professor Dr. Wolfgang Wurmnest und den beiden Gastprofessoren Peter Wendel (Pepperdine University) und Ronald Brand (University of Pittsburgh).

Dean Morant ist von Equal Justice Works zum John R. Kramer Outstanding Law Dean ernannt und von National Jurist bereits dreimal als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der juristischen Lehre ausgezeichnet worden. Der ehemalige Präsident der Association of American Law Schools (AALS) hat zahlreiche Schriften in seinen Fachgebieten contract theory, media law und administrative law veröffentlicht und lehrte vor seiner Tätigkeit an der George Washington University unter anderem bereits an der University of Toledo, University of Michigan, University of Alabama und als Gastdozent am Oxford University College.

On Thursday, 5 July 2018, Blake D. Morant, Dean and Robert Kramer Research Professor at the George Washington University Law School, gave a talk on the Charlottesville incident in August last year. Dean Morant examined the role of human rights and the fundamental right to free speech in the wake of the Charlottesville violence.

Dean Blake D. Morant and Ms. Joshi Shehernaz, Director of the Graduate and International Programs at GW Law, were welcomed by Professor Dr. Thomas M.J. Möllers, Professor Dr. Matthias Rossi, Professor Dr. Thilo Rensmann, Professor Dr. Wolfgang Wurmnest and by American visiting professors Peter Wendel (Pepperdine University) and Ronald Brand (University of Pittsburgh).

Dean Morant was named the John R. Kramer Outstanding Law Dean by Equal Justice Works and recognized three times by National Jurist magazine as one of the most influential people in legal education. The former president of the Association of American Law Schools (AALS) has published numerous writings in his areas of specialization, including contract theory, media law, and administrative law and taught at the law schools of University of Toledo, University of Michigan, University of Alabama, and as visiting fellow at University College, Oxford.

Dean Morant


23.2.2018

Professor Blake D. Morant, Dekan der George Washington University, besucht die Juristische Fakultät

Am Freitag den 23. Februar 2018 erhielt die Juristische Fakultät der Universität Augsburg Besuch von Herrn Professor Blake D. Morant, Dean der George Washington University School of Law, seiner Frau, Paulette Morant, sowie Frau Joshi Shehernaz, Director for Graduate & International Programs.

Empfangen wurde der Besuch aus Washington von Herrn Professor Dr. Thomas M.J. Möllers, Herrn Professor Dr. Matthias Rossi, Herrn Professor Dr. Thilo Rensmann sowie Frau Daniela Pfau und Herrn Christoph Salger.

Die Juristischen Fakultät der Universität Augsburg pflegt seit über 15 Jahren eine sehr erfolgreiche Kooperation mit George Washington University School of Law. Als Partneruniversität bietet sie jedes Jahr mehreren interessierten Studenten aus Augsburg die Möglichkeit ein Auslandssemester in den USA zu verbringen. Im Gegenzug lädt die Juristische Fakultät jährlich Studenten aus Washington zu ihrem Summer Program nach Augsburg ein.

Die George Washington University School of Law wurde 1865 gegründet und befindet sich unter den Top 30 US Law Schools.

On Friday, February 23rd, 2018, Professor Blake D. Morant, Dean of the George Washington University School of Law, his wife, Paulette Morant, and Shehernaz Joshi, Director for Graduate & International Programs, visited the Law School of the University of Augsburg.

The visitors from Washington were given a warm welchome by Professor Dr. Thomas M.J. Möllers, Professor Dr. Matthias Rossi, Professor Dr. Thilo Rensmann as well as by Ms. Daniela Pfau und Mr. Christoph Salger.

For more than 15 years, the Law School of the University of Augsburg and the George Washington University School of Law have had a well-established and successful partnership. As part of the cooperation agreement between the two law schools, several students from Augsburg are invited to spend a semester abroad in Washington D.C. every year. In exchange, students from Washington are offered to take part in the Augsburg Summer Program.

George Washington University School of Law was established in 1865 and is ranked in the top 30 of the best law schools in the United States.

Dekan Blake D. Morant (GWU) besucht die Juristische Fakultät