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Jahresbericht


Jahresbericht 2017/2018 online


Forschungsstelle für eSport-Recht (FeSR)


Die Forschungsstelle für eSport-Recht (FeSR) ist eine unabhängige Einrichtung der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg. Sie ist die erste und deutschlandweit einzige universitäre Einrichtung mit Forschungsschwerpunkt im Bereich eSport-Recht.

Die FeSR wurde am 09.01.2019 an der Juristischen Fakultät der Universität von Prof. Dr. Martin Maties, Prof. Dr. Michael Kubiciel, Nepomuk Nothelfer, Dipl.-Jur. (Univ.) und Philipp Schlotthauer, Dipl.-Jur. (Univ.) gegründet.

Ziel der Einrichtung ist es, juristische Forschung im Bereich eSport zu betreiben, um die Entwicklung der Branche zu unterstützen. Es werden sowohl Grundlagenforschung als auch die Beantwortung hochspezialisierter Rechtsfragen avisiert. Darüber hinaus versteht sich die FeSR als Ansprechpartnerin für Politik, Ministerien, Verbände und Unternehmen. Verantwortlich für die Forschungsstelle zeichnet die Professur für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht sowie Methodenlehre unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Maties.

Die Forschungsstelle stellt sich künftig zahlreichen juristischen Herausforderungen, die sich – bedingt durch das rasante Wachstum des eSports – bereits seit einigen Jahren ergeben. Besondere Medienwirksamkeit erlangen derzeit die in zahlreichen Rechtsgebieten bedeutsamen Fragen, ob eSport als Sport anerkannt werden soll, wie es um die Gemeinnützigkeit von eSport-Vereinen steht oder inwiefern es einer Änderung der Visa-Vergabe-Praktiken bedarf. Dies stellt lediglich die Spitze des Eisbergs dar. Die Besonderheiten ergeben sich dabei vor allem aus der neuartigen und äußerst komplexen Gesamtsituation. Es treffen neue Akteure (bspw. internationale Publisher) auf bekannte Gegebenheiten (bspw. klassisches Sportrecht) und künftige Herausforderungen (bspw. Digitalisierung und Industrie 4.0). Das Forschungsinteresse wird ferner durch ökonomische Gesichtspunkte bestärkt; so handelt es sich beim eSport um einen sehr schnell wachsenden Wirtschaftszweig. Dies erklärt zum einen die Aufnahme in den Koalitionsvertrag zur 19. Legislaturperiode (Rn. 2167-2171) und zum anderen die Einrichtung des „Deutschen Games-Fonds“ (50 Millionen Euro) im Bundeshaushalt 2019.

Für die Lösung gegenwärtiger und zukünftiger juristischer Herausforderungen im Bereich eSport will die Forschungsstelle der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg ein starker Partner für Politik und Praxis werden. Ein fundierter Umgang mit den Besonderheiten der Branche setzt genaue Forschung voraus.